Indikationslexikon
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Neurodermitis atopica
Synonyme und ebenfalls zugeordnete Begriffe:
atopische Dermatitis
endogenes Ekzem

Bei der Neurodermitis handelt es sich um eine chronische oder chronisch-rezidive Hauterkrankung mit vielfältiger Ausprägung: im Säuglingsalter Milchschorf und atopisches Ekzem, bei Jugendlichen und Erwachsenen Beugeekzeme, trockene und schuppige Haut. Ca. 30 Prozent der Patienten leiden zusätzlich an Nahrungsmittelallergien und -unverträglichkeiten, Pollinosen und allergischem Asthma bronchiale. Die Erkrankung wird durch verschiedene immunologische und nicht-immunoloigsche Faktoren (z.B. Reaktionen gegen Umweltallergene, Störungen der Immunabwehr, psycho- und neurovegetative Störungen, Fettstoffwechselstörungen der Haut) ausgelöst. Neurodermitis tritt familiär gehäuft auf und wird wahrscheinlich polygen vererbt.

Ernährungstherapie

Neben der Meidung gesicherter Nahrungsmittelallergene und anderer Lebensmittel, die zu einer Verschlechterung des Krankheitsbildes führen, hat sich die Zulage von Gamma-Linolensäure (500-600 mg/Tag) als vorteilhaft erwiesen.

Für die Säuglingsernährung gilt als Prävention bei familiärer atopischer Belastung die Muttermilchernährung für mindestens 6 Monate. Kommt Muttermilchnahrung nicht in Frage, kann als präventive Kost eine hypoallergene Säuglingsnahrung gegeben werden. Bei gesicherter Kuhmilchallergie muss jedoch auf eine elementare Proteinhydrolysatnahrung zurückgegriffen werden.

Folgene Produkte kommen bei dieser Indikation in Frage:

Neocate Infant
Vitaquell Bio Vitagen
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