Indikationslexikon
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Nierensteinleiden
Synonyme und ebenfalls zugeordnete Begriffe:
Harnsteinleiden
Nephrolithiasis
Urolithiasis

Beim Nieren- und Harnsteinleiden kommt es zur Bildung von Konkrementen in den Tubuli der Niere, dem Nierenbecken und den ableitenden Harnwegen (Ureterstein, Blasenstein). Zu 70 bis 80 % handelt es sich um Calciumoxalat bzw. um ein Gemisch aus Calciumoxalat und Calciumphosphat. 8 bis 20 % der Steine bestehen aus Magnesium-Ammoniumphosphat, 6 bis 14 % aus Harnsäure, 0,5 bis 2 Prozent aus Cystin oder Xanthin. Die Größe der Nierensteine reicht von Reiskorn-, Linsen- und Erbsengröße bis zum Ausgussstein oder Korallenstein, der das ganze Nierenbecken ausfüllen kann.

Die Pathogenese ist noch ungeklärt. Chronische Entzündungen der Harnwege, endokrine Störungen des Calciumstoffwechsels (z. B. bei Hyperparathyreoidismus), Störungen des Harnsäurestoffwechsels und chronische Darmerkrankungen fördern die Nierensteinbildung. Auch die Ernährung hat einen wesentlichen Einfluss auf die Steinbildung: Bei protein- und fettarmer, wasserreicher Kohlenhydratkost sind Nierensteine selten.

Ernährungstherapie

Fehl- und Überernährung tragen wesentlich zur Steinbildung bei. Die empfohlenen diätetischen Maßnahmen müssen sich an der jeweilige Steinart orientieren. Folgende Ernährungsempfehlungen gelten bei jeder Art von Nierenstein:

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