Cholelithiasis
Das Gallensteinleiden wird hervorgerufen durch Steine in
der Gallenblase(Cholecystolithiasis) und
den Gallengängen (Choledocholithiasis). Gallenblasensteine sind häufig symptomlose
Zufallsbefunde (so genannte stumme Gallensteine).
Krankheitserscheinungen zeigen sich etwa nur bei jedem zehnten
Gallensteinträger in Form von Schmerzen und Druckgefühl im rechten Oberbauch,
Unverträglichkeit gegenüber fetten Speisen, harten Eiern, Hülsenfrüchten und
schwarzem Kaffee. Kommt es jedoch zum Festklemmen eines Steines im
Hauptgallengang mit nachfolgender Stauung des Gallenabflusses, kann eine
Gallenkolik entstehen. Es handelt sich dabei um plötzlich einsetzende heftigste
Schmerzen im rechten Oberbauch, Rücken und Schultern mit Erbrechen und
Gelbsucht (Verschlussikterus).
Die Gallensteine selbst entstehen aus einer Konkrementbildung der (übersättigten)
Galle um einen Kristallisationskern in Gallengängen bzw. Gallenblase. Sie
kommen als sog. Solitärstein oder multipel bzw. als Gallengrieß (kleinste
Gallensteine) vor. Die Steine setzen sich aus Cholesterin,
Calciumcarbonat, Bilirubin oder Protein zusammen.
Je nach Lage und Größe können die Steine durch
Stoßwellen zertrümmert oder per Endoskopie entfernt werden. Bei leichten
Beschwerden kann auch eine Diät hilfreich sein.
Ernährungstherapie
Für die Entstehung von Gallensteinen wird u.a.
eine fettreiche Ernährung in Verbindung mit einer ballaststoffarmen
Kost verantwortlich gemacht. Die Prävention und die Rezidivprophylaxe
bestehen daher in der Vermeidung bzw. dem Abbau von Übergewicht und
der Reduktion des Fettanteils in der Nahrung (fettarme Kost) bei gleichzeitiger
Erhöhung der komplexen Kohlenhydrate. Die Fettzufuhr sollte unter
30 % der Energiezufuhr liegen, die Zuckerzufuhr unter 10 %. Die Cholesterinzufuhr
sollte in Hinblick auf Cholesteringallensteine unter 300 mg/Tag liegen.
Eine ballaststoffreiche Kost mit 20-40 g Weizenkleie
(ausreichende Flüssigkeitszufuhr beachten) führt zu einer Senkung
der Cholesterinkonzentration in der Galle, sodass einer Auskristallisation
von Cholesterin vorgebeugt wird.