Indikationslexikon
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Pankreasinsuffizienz

Bei der Pankreasinsuffizienz liegt eine Minderung der Pankreasfunktion, besonders der exokrinen Funktion, vor. Es kommt daher zu einer Beeinträchtigung der Eiweiß- und Fettverdauung. Es entwickeln sich Steatorrhoe, Diarrhoe, Gewichtsverlust, Schwäche, Muskelschwund u.a. Die Pankreasinsuffizienz kommt vor bei chronischer Pankreatitis, zystischer Fibrose, Pankreaskarzinom u.a.

Ernährungstherapie

Die diätetischen Maßnahmen orientieren sich an der herabgesetzten exokrinen und endokrinen Potenz der Bauchspeicheldrüse sowie an der meist bestehenden Mangelernährung aufgrund der unzureichenden Nährstoffausnutzung.

Basiskost ist die leichte Vollkost unter Ausschluss aller Nahrungsmittel, die Unverträglichkeiten hervorrufen. Die durch Lipasemangel bedingte unzureichende Fettverdauung wird diätetisch zunächst mit einer fettarme Kost (ca. 20 g/Tag), dann durch die stufenweise Erhöhung des Fettanteils (10 g-weise von Woche zu Woche bis etwa 1 g Fett/kg KG/Tag) in der Kost behandelt. Wie viel Fett der Einzelne ohne Völlegefühl, Blähungen und Steatorrhoe verträgt, muss er selbst ausprobieren. Bei schwerer Steatorrhoe und Gewichtsverlust ist neben der Enzymsubstitution der Einsatz von mittelkettigen Triglyceriden angebracht. Gegebenenfalls können zur Verbesserung des Ernährungszustandes entsprechende Trink- und Sondennahrung sowie Maltodextrin (außer bei Diabetes) u.Ä. beitragen. Das Alkoholverbot muss auch in der beschwerdefreien Zeit aufrechterhalten werden.

Der aus der inkretorischen Insuffizienz resultierende Diabetes mellitus (pankreopriver Diabetes) muss über eine diabetesgerechte Kost behandelt werden (siehe dort).

Folgene Produkte kommen bei dieser Indikation in Frage:

Humana HN Heilnahrung mit MCT
Nutricomp® Energy
Nutricomp® Peptid
ProvideXtra DRINK
Survimed OPD
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