Indikationslexikon
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postoperative Behandlung bei Darmerkrankungen
Synonym oder ebenfalls zugeordneter Begriff:
präoperative Behandlung bei Darmerkrankungen

Vor Operationen des Darmes ist es das Ziel, den Darminhalt möglichst weitgehend zu verringern, nach der Operation sollte der Darm erst allmählich durch Nahrungszufuhr belastet werden.

Ernährungstherapie

Präoperativ

In Abhängigkeit vom Operationsgebiet ist eine mehr oder weniger ausgeprägte Darmreinigung notwendig; in diesem Zusammenhang sind eine entsprechende Nahrungskarenz sowie abführende Maßnahmen zu sehen. Eine hypokalorische präoperative parenterale Ernährung konnte sich nicht allgemein durchsetzen.

Postoperativ

Auch hier ist in Abhängigkeit vom OP-Gebiet eine mehr oder weniger stark ausgeprägte Nahrungskarenz erforderlich. Während z.B. nach Operation am Bewegungsapparat eine weitgehend normale Nahrungsaufnahme am 1. Post-OP-Tag möglich ist, sind Eingriffe am gesamten Gastrointestinaltrakt strenger zu bewerten. Nach der Normalisierung des Postaggressionsstoffwechsels ist in Abhängigkeit von der Lage/Höhe der Anastomosen eine frühzeitige enterale Ernährung nach intraoperativer Anlage einer Ernährungssonde unterhalb der Anastomosen möglich. Eine vollständige parenterale Ernährung ist bei Komplikationen notwendig.

Folgene Produkte kommen bei dieser Indikation in Frage:

Fresubin original
Nutricomp® Peptid
Optinuvit BASIC Aufbaunahrung
Osmeral SN neutral/Himbeer/ Banane
ProvideXtra DRINK
Reconvan
Survimed OPD
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