Indikationslexikon
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exsudative Enteropathie
Synonym oder ebenfalls zugeordneter Begriff:
enterales Eiweißverlustsyndrom

Unter der exsudativen Enteropathie versteht man einen erworbenen oder angeborenen massiven Proteinverlust durch Übertreten von Plasmaproteinen in das Darmlumen. Infolge der Hypoproteinämie kommt es zur Oedembildung. Die Ursache der exsudativen Enteropathie ist unbekannt,  evtl. handelt es sich um einen gestörten Lymphabfluss oder um eine vermehrte Lymphbildung. Bei der exsudativen Enteropathie im engeren Sinne handelt es sich um eine intestinale Lymphangiektasie durch angeborene oder erworbene Fehlbildung oder Verschluss des Lymphsystems.

Ernährungstherapie

Durch den oft erheblichen Eiweißverlust ist eine eiweißreiche Kost (1,2-2,0 g Protein/kgKG/Tag) angezeigt. Diese sollte gleichzeitig fettarm sein, um durch eine Senkung des Lymphdrucks den Austritt von Lymphe und dadurch den Proteinverlust zu reduzieren.

Da MCT-Fette vollständig über die Pfortader abtransportiert werden und somit keinen Einfluss auf den Lymphdruck haben, sollte das Nahrungsfett weitgehend durch MCT-Fette ersetzt werden. Bei langfristigem Einsatz von MCT-Fetten ist in jedem Fall auf die ausreichende Versorgung mit essentiellen Fettsäuren zu achten. Dies kann durch die zusätzliche Gabe eines linolsäurereichen Fettes erfolgen.

Eventuell ist auch eine medikamentöse Supplementierung der fettlöslichen Vitamine (A, D, E, K) nötig. Eine Einschränkung der Natriumzufuhr kann der häufig bestehenden Oedembildung entgegenwirken.

Folgene Produkte kommen bei dieser Indikation in Frage:

Nutricomp® Peptid
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