Indikationslexikon
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Enteritis
Synonyme und ebenfalls zugeordnete Begriffe:
Darmentzündung
Darmkatarrh

Bei der Enteritis handelt es sich um eine nicht geschwürigeentzündliche Erkrankung des Dünndarms. Bei Mitbeteiligung des Magens spricht man von der Gastroenteritis; ist der Dickdarm mitbetroffen, von einer Enterokolitis. Auslöser der Erkrankung sind Viren oder Bakterien, z. B. Salmonellen, Shigellen, die nicht selten durch verdorbene Lebensmittel aufgenommen werden. Die Symptomatik ist je nach Erreger unterschiedlich: Durchfälle (evtl. mit Schleim- oder Blutbeimengungen), krampfartige Bauchschmerzen, Erbrechen u.a.

Ernährungstherapie

Ausgehend von der Diarrhoe und dem Erbrechen als wichtigste Symptome einer akuten Enteritis sind folgende diätetische Maßnahmen angezeigt:

Bei schweren Verlaufsformen ist eine parenterale Flüssigkeits- und Elektrolytsubstitution angezeigt. Diese kann - wenn eine perorale Zufuhr möglich ist - durch orale Gabe spezieller Glucose-Elektrolytlösungen (Lösungen zur oralen Rehydratationstherapie, sog. ORT-Lösungen) ersetzt werden.

Unverdauliche Kohlenhydrate wie Pektin aus Karotten, Äpfeln, Bananen und Johannisbrotkernmehl binden Wasser und hemmen das Wachstum pathogener Keime im Darm. Diese können dem Erkrankten in Form von Karottensuppen, geriebenen Äpfeln, geschlagenen Bananen bzw. durch Zugabe von Johannisbrotkernmehl (20-40 g/Tag) in Wasser oder Tee über den Tag verteilt angeboten werden. Parallel kann mit der Gabe von Reisschleim, Gerstenschleim, Haferschleim (auch als Handelspräparate erhältlich) oder industriell gefertigte Heilnahrung begonnen werden. Nach Abklingen der Symptome folgt ein langsamer Kostaufbau (Realimentation) unter Beachtung verbliebener Nahrungsmittelunverträglichkeiten (leichte Vollkost).

Ein flüssigkeitsreiches Regime ist in jeder Phase der Behandlung angezeigt.

Folgene Produkte kommen bei dieser Indikation in Frage:

Muda Fresan
Nutricomp® Peptid
Survimed OPD
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