Indikationslexikon
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Divertikulose des Kolons

Divertikel sind erworbene, kleine sackartige Ausstülpungen der Schleimhaut durch die Muskelschicht des Kolons. Sie können in jedem Dickdarmabschnitt vorkommen, besonders aber im Colon descendens und Colon sigmoidum. Betroffen sind in erster Linie Menschen im höheren Lebensalter. So leiden ca. 20 % der 60-Jährigen und ca. 60 % der 80-Jährigen an Divertikeln.  Ihre Entstehung wird durch ballaststoffarme Ernährung und Obstipation begünstigt. Die Divertikel sind meist symptomlos. Sie können sich jedoch entzünden (Divertikulitis) und gefährliche Komplikationen wie Perforation, Abzessbildung und/oder Peritonitis nach sich ziehen.

Ernährungstherapie

Da die Ursachen der Kolondivertikulose in einer ballaststoffarmen Kost liegen, besteht die Prophylaxe in der Aufnahme ballaststoffreicher Nahrungsmittel in den täglichen Speiseplan (Vollkornprodukte, Obst und Gemüse). Ausgebildete Divertikel bilden sich zwar unter einer ballaststoffreichen Kost nicht zurück, jedoch können sie Beschwerden wie Unterbauchschmerzen, Defäkationsprobleme etc. lindern. Der Ballaststoffanteil sollte bei 60 g/Tag liegen. Weizenkleie oder andere Getreideballaststoffe wirken aufgrund ihres Quellvermögens besonders erhöhend auf das Stuhlvolumen. Unbedingt dabei zu beachten ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr von mindestens 1,5 l/Tag.

Bei der als häufigste Komplikation auftretende Divertikulitis, der Entzündung der Divertikel, gilt ebenfalls die ballaststoffreiche Kost als anzustrebende Dauerkost, nachdem über parenterale Ernährung oder Sondennahrung (Oligopeptiddiät, jejunal) die akute Phase abgeklungen ist.

Folgene Produkte kommen bei dieser Indikation in Frage:

Optinuvit BASIC Aufbaunahrung
Osmeral SN neutral/Himbeer/ Banane
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